Worauf muss ich beim Gießen achten?

Nie bei praller Sonne gießen.

Grundsätzlich lieber den Wurzelbereich wässern und nicht die oberirdischen Pflanzenteile. Zu viel Feuchtigkeit zwischen den Blättern fördert den Befall mit Pilzen und Schimmel.

Die beste Tageszeit zum Gießen ist im Sommer auf jeden Fall der frühe Morgen, wenn die Sonne noch nicht so stark wärmt. Dann verdunstet das Wasser noch nicht so schnell und kann tief in den Boden eindringen.

Es ist viel sinnvoller seltener und dafür kräftig zu gießen als ständig ein bisschen. Das Wasser kann dadurch tiefer in den Boden eindringen und dort dann von den tiefer reichenden Wurzeln aufgenommen werden. Außerdem fördert das seltenere Gießen das Tiefenwurzel-Wachstum, was letztendlich der Pflanze zu Gute kommt. Bei starker Sommerhitze muss man aber auch bedenken, dass das Wasser schnell verdunstet. Daher öfters gießen.

Das regelmäßige Hacken des Bodens schützt ihn vor dem Austrocknen. Dadurch werden die Bodenkapillare unterbrochen, was das schnelle Aufsteigen und damit auch einhergehend das Verdunsten des Wassers verlangsamt.

Mulchen beziehungsweise eine Zwischenbegrünung verhindern ebenfalls das schnelle Verdunsten des Wassers bei hohen Außentemperaturen und halten den Boden länger feucht.

Viele Pflanzen reagieren im wahrsten Sinne des Wortes geschockt auf kaltes Wasser. Dies kann sowohl das Wachstum als auch die Pflanze im allgemeinen schwächen und damit die Gefahr von Pflanzenkrankheiten erhöhen. Es bietet sich daher an, Wasser aus der Regentonne zu verwenden, das sich schon an die Umgebungstemperatur angepasst hat oder am Abend gefüllte Gießkannen raus zu stellen, die dann genügend 
Zeit dafür haben.

Frisch gesäte oder gepflanzte Pflanzen benötigen in den ersten Wochen deutlich mehr Wasser zum Gedeihen, da ihr Wurzelsystem sich erst noch ausbilden muss.

Besuch bei Erich im Paradies der Paradeis

Erich Stekovics

Unser erstes Hochbeet steht ganz im Zeichen des Kaisers der Paradeiser Erich Stekovics. Am Wochenende stand ein Besuch bei Erichs Tomatenparadies an, auch wenn das Wetter schlecht war.

Bei Erich Stekovics, dem Tomaten-Kaiser

Eine großzügige Spende von Black Cherry, Gelbe Johannisbeere und Goldita werden dieses Jahr im Gemeinschaftsgarten Kirchengasse angepflanzt. Mehr Infos über seine Arbeit, warum er der Kaiser der Paradeiser ist und über die Vielfalt seiner Sorten erzählt er in den Genuss-Stunden und neu auch in seinem Blog.

Vielen Dank Erich! Wir sind schon sehr gespannt auf unsere Schätze aus deinem Garten.

Simone sucht mit Erichs Frau Tomaten aus

Wetternotiz & die Eisheiligen

Viele von uns waren dieses Wochenende unterwegs – ein Fenstertag, Muttertag, Geburtstage… Ich war mit Markus in der Steiermark und habe mit meiner Mama (neues Gesprächsthema schlechthin: Gärtnern!) und einem ebenfalls zu Besuch weilenden Onkel (belesen, aber Städter ohne viel Gartenwissen) die Eisheiligen rekonstruiert:

Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie – als kalte Sopherl die Bekannteste. In dieser Reihenfolge, und heute ist der erste davon. Was das aktuelle Wetter erklärt: 14 Grad und Regen, mit wenigen Ausnahmen. Aber ich will nicht übers Wetter klagen!

Wetter am ersten Eisheiligen

Nächste Woche sind die Eisheiligen überstanden und der Winter also wirklich vorbei, dann geht es endlich wieder raus und in der Kirchengasse weiterpflanzen und begrünen!

Aktueller Ausblick

Hochbeete und Kistentürme

So sieht der Garten gerade aus: die Hochbeete sind da, und aus alten Getränkekisten (viele von Makava, und einige von der Backliesl, danke euch!) haben wir bereits Beete gebaut – die meisten Pflänzchen warten aber noch im Warmen im Co Space auf wirklich warmes Wetter. Einiges haben wir aber auch schon ausgesetzt: ein bisschen Mais, Zucchini und Gurken, und Radieschen. Wir freuen uns auch schon sehr, unsere Sträucher einzupflanzen – Ribisel zum Beispiel! Bald bald bald.

Guerillia Gardeners Abend

Kurzmitteilung

Die Neubauer Bezirksgrünen veranstalten diesen Mittwoch einen Guerillia Gardeners Abend. Simone wird über „Trends und Schwierigkeiten der urbanen Landwirtschaft“ und über ihre Gartenerfahrungen in Buenos Aires und Wien (und unser aktuelles Projekt, den Garten in der Kirchengasse!) sprechen. Kommt vorbei!

Datum: Mittwoch, 8. Mai 2013
Start: 19.00 Uhr
Ort: Büro der Neubauer Grünen, Hermanngasse 25, 1070 Wien

Gartenarbeit und eine verdiente Pause

Wieder einmal Samstag und wieder ist viel zu tun: noch mehr Erde, noch mehr Hackschnitzel, Kistenburgen bauen und die ersten Setzlinge dürfen raus.

Nach der ersten Erdlieferung von Walter habe ich ihn begleitet in den 22. Bezirk zum Lager

Nach der ersten Erdlieferung von Walter habe ich ihn begleitet in den 22. Bezirk ins Lager für die nächste Fuhr (Foto: Böhm)

Michael Böhm

Das entleeren des Transporters war eine schweißtreibende Angelegenheit. Umso schöner, nachdem alle Kisten und Hochbeete befüllt waren. (Foto: Böhm)

Entspannung nach der Arbeit

(Foto: Böhm)

Kurze Ruhepause

Große Gartenaktion

Erst die Qual der Wahl beim Kaufen der Setzlinge…
2013-04_setzlinge-kaufen

…dann darf sich Basti beim Baggern versuchen.
2013-04_basti-am-bagger

Zwei Anhänger voll Erde bringen wir dann in die Kirchengasse, um unsere Hochbeete zu befüllen! Für 4 von 5 Beeten reicht es, für ordentliche Erschöpfung auch.

2013-04_gartenaction-hochbeete-befuellen